Ein extrem warmer und trockener Frühling, eine frühe und schnelle Blüte, ein ungewöhnlich langer, von April bis September andauernder Sommer und ein fantastischer warmer und trockener Spätsommer – das sind die Merkmale des Jahrgangs 2011.
Ein sommerlicher Frühling
Nach einem trockenen und kühlen, aber nicht wirklich kalten Winter bescherte uns der April eine Wärme- und Trockenperiode. Der Austrieb setzte Anfang April ein und ließ Mitte April die ersten Blätter zum Vorschein kommen. Die Blüte fand historisch früh und homogen um den 20. Mai herum statt.
Die sommerlichen Temperaturen erreichten am 26. und 27. Juni Spitzenwerte von 39 °C. Zum Glück hatten wir die Reben nicht entlaubt und konnten so das Austrocknen der Trauben vermeiden oder zumindest minimieren.
Ein recht normaler Sommer
Die Temperaturen von Juli bis Mitte September entsprachen in etwa den für die Jahreszeit normalen Werten. Die Reife, die Ende Juni und damit ebenfalls sehr früh einsetzte, verlief anfangs aufgrund des Wassermangels langsam. Sie beschleunigte sich jedoch dank der Niederschläge in der zweiten Julihälfte und schloss um den 10. August herum ab.
Ein spätsommerlicher Herbst
Die Niederschläge Ende August und Anfang September hätten den Traubenhäuten schaden können, hätte nicht ab Mitte September ein dauerhaftes Hochdruckgebiet Einzug gehalten, das für die vollständige Reife der drei Rebsorten von Château Faugères sorgte.
Die Weinlese begann Mitte September – im Durchschnitt rund zehn Tage früher als 2010 – und dauerte bei sonnigem Wetter bis zum 4. Oktober. Wie auch für den Château Péby Faugères ermöglichte die optische Sortiermaschine es uns, nur die wirklich optimal reifen Beeren für die Weinbereitung zurückzubehalten.
Die Erträge für den Château Faugères beliefen sich 2011 auf ca. 35 hl/ha.
Die eigenschaften der weine
Der Jahrgang 2011 besitzt hohe Phenolkonzentrationen, einen beachtlichen Anthocyangehalt sowie perfekt extrahierte üppige Kern- und Schalentannine.
Der Alkoholgehalt liegt bei rund 13 % Vol. Das wie bei den 2010ern hohe Säureniveau verleiht den Weinen eine schöne Frische am Gaumen und perfekte Ausgewogenheit.
Die Weine sind sehr aromatisch mit Noten von roten Beeren, Menthol und Lakritze und verfügen über einen sehr präsenten mineralischen Charakter.